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Mauerstreifzüge 2017

Samstag, 1. Juli 2017, 14:00 Uhr


Die Berliner Abgeordnetenhausfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lädt auch 2017 zu den Mauerstreifzügen ein. Unter der Leitung des Europa-Abgeordneten Michael Cramer können Sie Berlin auf neuen alten Wegen erkunden, Natur erleben und Geschichte(n) im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.

Die Touren beginnen um 14 Uhr und finden bei jedem Wetter statt.

Sie sind zwischen 20 und 30 km lang und werden nach Möglichkeit durch eine Rast in einem Biergarten unterbrochen.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin Antje Kapek, ihre Kollegen Stefan Gelbhaar und Harald Moritz sowie Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments, werden Sie auf den Streifzügen in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Berlin begleiten und wichtige Fakten vor Ort erläutern. Und wie in den vergangenen Jahren werden Prominente aus Politik und Kultur dabei sein.

  • Samstag, 3. Juni 2017: Potsdamer Platz (historische Ampel) - S-Bahnhof Adlershof
  • Samstag, 17. Juni 2017: S-Bahnhof Adlershof - S-Bahnhof Lichterfelde Süd
  • Samstag, 1. Juli 2017: S-Bahnhof Lichterfelde Süd - Potsdam Hauptbahnhof (nördlicher Zugang)
  • Samstag, 15. Juli 2017: Potsdam Hauptbahnhof (nördlicher Zugang) - Bahnhof Staaken
  • Samstag, 29. Juli 2017: Bahnhof Staaken - Bahnhof Hennigsdorf
  • Samstag, 12. August 2017: Bahnhof Hennigsdorf - S- Bahnhof Hermsdorf
  • Samstag, 26. August 2017: S- Bahnhof Hermsdorf - S- Bahnhof Wollankstraße
  • Samstag, 9. September 2017: S- Bahnhof Wollankstraße - Potsdamer Platz

Den aktuellen Flyer mit allen Terminen der Mauerstreifzüge 2017 finden Sie demnächst weiter unten.


Mit einem Antrag hatten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN anlässlich des 40. Jahrestages des Mauerbaus im Jahr 2001 die Initiative für den „Berliner Mauerweg“ gestartet. Nach dem einstimmigen Beschluss im Abgeordnetenhaus von Berlin wurden die Mauerreste unter Denkmalschutz gestellt und für Chris Gueffroy eine Erinnerungsstele errichtet. Mit Finanzmitteln des Bundes, des Landes und der Europäischen Union wurden die Eisenbahntrassen in Lichterfelde untertunnelt, die 160 Kilometer lange Route ausgeschildert und viele sandige Schiebestrecken beseitigt. Einige existieren aber immer noch und erschweren das Radfahren.

Nach jahrelangen Diskussionen wurde auch die Untertunnelung der Dresdener Bahn für den Mauerweg im Planfeststellungsbeschluss aufgenommen. Entlang der Ufer von Griebnitz- und Groß Glienicker See verhindern leider einige Grundstücksbesitzer - noch - die öffentliche Nutzung des Uferwegs. Auch Ben Wagins „Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt“ steht noch immer nicht unter Denkmalschutz. 10.000 RadlerInnen nahmen bisher an den Berliner Mauerstreifzügen teil.

Mehr als 50 Jahre nach dem Mauerbau kann der (Rad)Weg entlang der ehemaligen Mauer als eine lebendige Erinnerung an die Spaltung der Stadt und deren Überwindung erlebt werden.
Der „Berliner Mauer-Radweg“ – mittlerweile ein Markenzeichen für die Verbindung von sanftem und Stadttourismus – ist auch Vorbild für den 10.000 Kilometer langen „Europa Radweg Eiserner Vorhang“. Das Europäische Parlament hatte 2005 beschlossen - ebenfalls auf Antrag der Grünen - einen Rad- und Wanderweg entlang der Westgrenze der früheren Warschauer Pakt-Staaten von der Barentssee zum Schwarzen Meer zu schaffen. Er führt durch 20 Länder, von denen 15 Mitgliedstaaten der EU sind.

„Wo stand eigentlich die Mauer?“ fragen sich nicht nur viele Berlin-Touristen. Der Mauerverlauf ist nur an wenigen Stellen dokumentiert, weil in der Wendezeit fast alle authentischen Zeugnisse des Grenzverlaufs beseitigt wurden. Umso notwendiger ist es, die 28-jährige Spaltung im Stadtbild erkennbar und für zukünftige Generationen zugänglich zu machen. Mit dem Fahrrad - schnell genug, um viel zu sehen und langsam genug, um sich das auch anzuschauen - kann man den 160 Kilometer langen Grenzstreifen um West-Berlin herum optimal „erfahren“. Der ehemalige Mauerstreifen ist heute eine abwechslungsreiche und geschichtsträchtige Route. Er führt nicht nur an wichtigen und bekannten Stadtplätzen vorbei, sondern auch entlang der einzigartigen Natur, die im Schatten der Mauer entstehen konnte. Begleiten Sie uns auf unseren Touren zwischen Geschichtswerkstatt, Naturerfahrung, Freizeit und Kultur.
 

    Veranstaltungsort

    S-Bahnhof Adlershof - S-Bahnhof Lichterfelde Süd

    Karte