Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Claudia Hämmerling, verkehrspolitische Sprecherin, erklärt zu der Diskussion um "Shared Space" in Berlin:
Zweifel an der Omnipotenz technischer Verkehrsregelungen haben inzwischen auch die CDU in Mitte veranlasst, Shared Space Modelle zu prüfen. Der Senat lehnt Shared Space jedoch weiter ab. Er verweist darauf, dass mit Shared space nicht alle Verkehrsprobleme zu lösen seien, dass Fußgänger an den Rand gedrängt und die Probleme der parkenden Autos nicht gelöst würden. Shared Space sei ein Kleinstadtmodell und für diese Metropole ungeeignet.
Fakt ist: Shared Space funktioniert auch in London, in der Kensington Highstreet. Dort verkehren täglich 40.000 Fahrzeuge. Die Zahl der verletzten Fußgänger ist hier seit Einführung von Shared space um 60 Prozent gesunken. Gerade die Schwachen sind besser geschützt.
Seit 20 Jahren gibt es in Holland Shared Space, und es gibt seit dem keine Toten und keine Schwerverletzten mehr. Im niedersächsischen Bohmte funktioniert Shared Space, in Brandenburg wird inzwischen jedes Straßenneu- und Umbauprojekt auf Shared Space Eignung geprüft. Gründe genug, die Anwendung des Modells auch in Berlin zu prüfen und an dafür auf einige Parkplätze zu verzichten.